Bedeutung und Bräuche der Hochzeitstage

Bräuche, Bedeutung und Geschenkideen

für die einzelnen Hochzeitstage

 

Hier finden Sie eine Übersicht der einzelnen Hochzeitstag, welche Bräuche gibt es, welche Bedeutung haben die Hochzeitstage und viele andere Informationen rund um das Ehejubiläum.

© Copyright Dr. R. Strobel - Diplom Psychologe - Das Kopieren und / oder das Benutzen dieser Texte ist verboten.


herz 1. Hochzeitstag - Papierhochzeit

Ein Jahr nun hält die Ehe. Sicher hat die Alltagserfahrung bei der Namensgebung „Papierne Hochzeit“  Pate gestanden: Das erste Jahr nach der Hochzeit hält vor allem schöne Momente bereit.  Aber die Beziehung ist in der Regel noch nicht durch die Erfahrung erfolgreich überwundener Krisen gefestigt. Um es durch die Blume – pardon, mit Papier zu sagen: Die Beziehung ist noch nicht so widerstandsfähig. Auch Papier reißt schnell, verbrennt innerhalb von Sekunden, weicht schnell auf und schon eine kleine Falte ist oft nicht mehr auszubügeln…Der erste Hochzeitstag wird traditionell oft „nur“ zu zweit gefeiert. Vielleicht eben, weil man früher meinte,  dass es ein großes Risiko ist, im großen Stil feierlich zu würdigen, was kurz danach auseinanderbricht. Vielleicht aber auch, weil sich nach einem Ehejahr die finanzielle Situation noch nicht von der üppigen Hochzeit erholt hat. Vielleicht sind es auch zeitgemäße Gründe: Da hat z.B. der Fortschritt die Frage hervorgebracht, welche Zukunft der „Papierne Hochzeitstag“ im Zeitalter der elektronischen Medien noch hat…

Wie wir alle wissen, gibt es Menschen, die auch für eine solche Salondebatte dankbar wären. Hüten Sie sich also an diesem Feiertag vor solchen Zeitgenossen. Vielleicht aber steht ja für Sie ohnehin diese Tradition nur auf dem „Papier“ und Sie bevorzugen die liebevolle Zweisamkeit. Wie auch immer: Herzlichen Glückwunsch!

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herz 2. Hochzeitstag - Baumwollene Hochzeit

Zwei Jahre nach der Hochzeit sollten wir hoffen, dass die „Baumwollene Hochzeit“ den Namen zu Recht trägt: Baumwolle ist weich und warm, fühlt sich gut an und leidet auch nicht durch eine (sachgemäße) Reinigung – schön also, wenn sie den Zustand Ihrer Beziehung am zweiten Hochzeitstag treffend symbolisiert.

Baumwolle ist widerstandsfähiger als dünnes Papier, dessen Anfälligkeit nicht gerade einfühlsam mit dem ersten Hochzeitstag angesprochen wird („Papierne Hochzeit). Hat die Ehe zwei Jahre gehalten, zeugt das – so die Annahme der seinerzeitig Verantwortlichen des „Hochzeitstagsnamensverleih e.V.“ – für eine gewisse Stabilität. In der Tat sind in diesem Zeitraum gewisse Belastungen der Beziehung unvermeidlich. Dazu gehören negative Alltagserfahrungen, Konflikte, die ohne tägliches Miteinander überhaupt nicht auftreten konnten (in moderner TV-Ausprägung, aber noch niedlich: Fußball oder Pilcher?) oder auch Streitigkeiten, die ihre Kratzer hinterlassen.

Auf der anderen Seite sind in ja zumeist jüngeren Jahren manche Krisen wenig wahrscheinlich, werden leichte Störsignale eher unterschätzt (schon, weil man sie nicht kennt oder eben nicht wahrhaben will) und es kann mit Kraft, Schwung und Optimismus nicht nur Vieles besser gelöst, sondern Manches auch zugedeckt werden. Der Erfahrungsschatz für die gemeinsame Lösung von Problemen wird ja erst angelegt. Insofern aufpassen: Baumwolle leiert aus, wenn man sie zu oft heiß wäscht….

Wer Rituale schätzt, kann es am zweiten Hochzeitstag kräftig übertreiben: Von der Anzugsordnung (100% Baumwolle) über das Schenken von Küchentüchern bis zu Stoffuntersetzern für die Rotweingläser. Also dann: „Prosit und alles Gute!“

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herz 3. Hochzeitstag - Lederne Hochzeit

Drei Jahre Ehe – die Mixtur aus liebevoller Zuneigung, Alltagserfahrung und genauer Kenntnis des Anderen ist zur Quelle eines stabilen Vertrauensverhältnisses zwischen den Partnern geworden. Die Beziehung konnte sich in sehr verschiedenen Situationen bewähren. Ein unbedachtes Wort löst nicht gleich eine Grundsatzdiskussion aus. Missverständnisse in der Kommunikation werden für möglich und nicht sofort für das Resultat fehlender Aufmerksamkeit gehalten. Schlechte Laune wird nicht gerade als besonders prickelnd empfunden, steht aber nicht zwangsläufig für den Anfang vom Ende des Respekts für den Anderen. Und „Sie“ besteht nicht mehr darauf, dass „Er“ stets ihre Wünsche von den Lippen ablesen muss, wenn er sie denn noch liebt. Manchmal ist reden nicht ganz so romantisch, aber zweckmäßig…

Kurzum: Wenn alles gut gegangen ist, kann am dritten Hochzeitstag auf eine Beziehung angestoßen werden, die sich gleichsam wie Leder durch ihre Stabilität, Beständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen viele störende Einflüsse auszeichnet. Wie bei allen Namen von Hochzeitstagen geht es um Analogien zwischen Beziehung und Stoff (Material) hinsichtlich der Festigkeit. Vorsicht also vor Überinterpretationen! Die Assoziation zwischen dem dritten Hochzeitstag und Lack & Leder könnte sonst ebenso verstörend wirken wie die Erinnerung an zähes Leder…

Wie feiert man? Nach allem Gesagten sollte die Ehe so beschaffen sein, dass sie sogar beide Schwiegermütter auf einmal verträgt. Also nicht unbedingt unter Ausschluss der familiären Öffentlichkeit – Glückwunsch!

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herz 4. Hochzeitstag - Seiden Hochzeit

Ehrlich, kennen Sie jemanden, der zum vierten Hochzeitstag einlädt, ihm also eine besondere Bedeutung beimisst? Natürlich gibt es jene, die jeden Hochzeitstag gebührend feiern, vielleicht sogar unterschwellig nach dem boshaften Motto, es könnte ja der Letzte sein.
Lassen wir jene mal beiseite und wenden uns dem Typ des kulturbewussten und traditionsverpflichteten Hochzeitstagsfeierer zu, so wird er diesmal etwas im Stich darüber gelassen, was er und seine Gäste feiern sollen. Gleich fünf Alternativen erschweren das Schreiben der Einladungen: „Wir laden ein zur Bernsteinhochzeit“. Möglich aber auch: zur Leinenhochzeit. Oder eben zur seidenen, Wachs- oder Weinhochzeit.

Ein Ausweg: Man feiert allein, etwas untertourig, mit der ganzen Routine, auf die man dank drei vorangegangener Hochzeitstagezurückgreifen kann. Der vierte Hochzeitstag dürfte tatsächlich der erste sein, der unterschwellig und vielleicht mit dem Blick auf den „Halbrunden“ im Folgejahr als ein freudiges, aber eben als ein „nun nicht so besonderes“ Ereignis disqualifiziert wird.

Da kann man nur sagen: Wehrtet den Anfängen! Die Bedeutung dieses Tages liegt doch auf der Hand, oder?
Auf der einen Seite sind vier Jahre eine gute Chance für das Heranreifen einer bewährten und reißfesten Beziehung. Zur Unterstützung dieses Gedankens nutzen wir gleich mal die vom Brauchtum angebotene Symbolik von Leinen oder Seide. Wachs würde auch noch so durchgehen, Bernstein ist übertrieben. (Wein passt nicht in diese Argumentation und wird deshalb ignoriert.)

Andererseits besteht noch ein beruhigender zeitlicher Abstand zum verflixten 7. Jahr! Wenn man so will, ist der vierte Hochzeitstag optimal. Eigentlich ein Grund, ihn öfter zu feiern – was ja im Prinzip auch möglich ist. Natürlich ist auch die silberne Hochzeit auch ein wichtiges Datum. Aber die können Sie beim besten Willen nicht viermal in einem Leben feiern…

Wieso also ist der vierte Hochzeitstag nichts Besonderes?

Und jetzt ohne Augenzwinkern:
Vielleicht ist der vierte Hochzeitstag für Einige unter uns der erste, den sie feiern, weil es Gründe dafür gibt, und nicht, weil man eben am Hochzeitstag feiert. Die Premiere für leise Töne und Besinnlichkeit, die neben Emotionen auch nichts gegen Ernsthaftigkeit hat?

Wir lassen Sie jetzt mal allein und wünschen alles Gute.

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herz
5. Hochzeitstag - Hözerne Hochzeit

 Fünf Jahre nach der Hochzeit ist eine Bestandsaufnahme angebracht: Sind die ehelichen Mühen mit vielen Kindern belohnt worden, spricht man süffisant von der Fleißhochzeit. Für manche Gäste eine Steilvorlage, das Thema in allen ein- und zweideutigen Variationen zum beherrschenden Gedanken der Hochzeitstagsfeier durchdrücken zu wollen. Vielleicht also den einen oder anderen guten Freund auch mal vergessen?

 Die zwingende Logik unserer Rituale kennt natürlich auch das Gegenteil: Keine Kinder nach fünf Ehejahren wird mit der (gemeinen) Bezeichnung „Ochsenhochzeit“ honoriert. Hier muss man verständlicherweise die Situation gut kennen, wenn man nicht als Gast in das berühmte Fettnäpfchen treten will. Die „Gefahr“ einer etwas einseitigen Würdigung naheliegender Zusammenhänge, möglicherweise noch verknüpft mit gutgemeinten Unterstützungsangeboten, ist hier möglicherweise noch größer als bei der Fleißhochzeit.

 Vielleicht ist es deshalb für alle Beteiligten das Beste, sich an der kulturgeschichtlich freigegebenen Bezeichnung „Hölzerne Hochzeit“ zu orientieren. Ein Highlight für jene, die es ohnehin bevorzugen, über das Spiegelbild die Welt zu begreifen! Denn Holz steht symbolisch für ziemlich fest und widerstandsfähig. Und das Klopfen auf Holz verheißt Sicherheit. Was für eine gute Beziehung also, die es heute zu befeiern gilt!

Insider könnten natürlich beim geselligen Beisammensein mit Erörterungen über verschiedene Holzarten nebst diversen Festigkeitsunterschieden und Entflammungskoeffizienten für Heiterkeit oder ungewollten Verstörungen sorgen. Ein guter Rat deshalb, auf der Hand liegend, aber wohl trotzdem wichtig: Wir sollten die Möglichkeit, Hochzeitstage mit traditionellen Namen zu schmücken, nicht überstrapazieren…!

 Wem nach fünf Jahren Ehe seine Gefühle und sein Verstand signalisieren, dass er sich glücklich schätzen kann, darf hoffen, dass sein Glück Bestand haben wird: Ehen mit Webfehler kommen meist nicht bis zum 5. Hochzeitstag, und wenn, dann nur, um die Zeit für das Besprechen von Scheidungsmodalitäten zu nutzen…In fünf Jahren treten in der Regel kleinere und größere Belastungen & Krisen auf, einschließlich jener, die bei aller Freude über den Nachwuchs vorprogrammiert sind. Hat eine Ehe (dennoch) gehalten bzw. ist sie daraus gestärkt hervorgegangen, kann schon mal über den wirklich ersten runden (10.) Hochzeitstag (Rosenhochzeit) laut nachgedacht werden. Aber erst einmal den Moment genießen – herzlichen Glückwunsch!

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herz 6. Hochzeitstag - Zinn Hochzeit

Warum Zinn? Soll die traditionelle Bezeichnung des sechsten Hochzeitstages darauf verweisen, dass die Beziehung analog der Metalleigenschaft (noch) modifizierbar, formbar ist? Oder wieder, denn der Vorgänger „Hölzerne Hochzeit“ ist ja in dieser Hinsicht doch eher spröde…

Veränderbarkeit ist bekanntlich kein Gegensatz zur Stabilität einer Ehe, eher doch deren wichtigste Voraussetzung. Wir verändern uns, so auch der Partner, die Lebenssituation, deren Bewertung und Bewältigungsmöglichkeiten. Eine Beziehung, die sich nicht mit verändert, verliert ihre Realitätsnähe, ignoriert Signale und Rückmeldungen, wird zum Hindernis für notwendige Lern- und Anpassungsprozesse.

Routine, geringer werdendes Interesse am Anderen und damit auch an seiner Entwicklung, Verflachung der Ansprüche und künstliches Fernhalten „störender“ Konflikte sind einige der Ursachen dafür, wie aus einem liebevollen Verband bestenfalls noch eine liebe Erinnerung und schlimmstenfalls ein Gefängnis wird, in dem Menschen zusammenwohnen, weil sie es verlernt haben, aus der Tür ins Freie zu treten

Insofern müssten wir eigentlich danach streben, jeden Hochzeitstag auch immer als verkappte Zinn-Hochzeit feiern zu können. Aber nun steht ja erst einmal das Original an. Laden Sie traditionsbewusste Gäste ein, ist mit Geschenken aus Zinn zu rechnen, also kleine Kaffelöffel oder Ziervasen mit brisanter Symbolik. Und da wir gerade ein Loblied auf die Veränderbarkeit gesungen haben: Feiern Sie doch mal (mindestens) – woanders…!

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herz 7. Hochzeitstag - Kupferne Hochzeit

Jeder von uns kennt die Situation: Sie stehen in der Abteilung „Zeitgenössische Kunst“ und versuchen, Argumente für die Behauptung zu finden, dass der Künstler sich dabei etwas gedacht hat, als er sein Kunstwerk schuf.

Nun, ganz so schlimm geht es nicht für den Versuch aus, zu hinterfragen, was uns unsere Altvorderen sagen wollten, als sie den siebenten Hochzeitstag auf den Namen „Kupferne Hochzeit“ tauften.

 Aber immerhin lassen sich Vermutungen aufstellen:

Ja sicher, Kupfer läuft mit der Zeit an, sieht dann unschön aus, glänzt nicht mehr. Aber was heißt das nun?

Sollen wir nun an diesem Tag die Ehe feiern, weil sie nicht mehr glänzt, d.h. weil wir uns jetzt um so mehr auf die „eigentlichen“ inneren Werte der Ehe und deren Würdigung konzentrieren können?

Oder sollte aus dem privaten Feiertag ein Arbeitstag werden, um die Ehe von den unschönen Ablagerungen zu befreien, die sie ihres Glanzes berauben?

Oder schließlich, ist es eine Ermutigung, zu feiern, obwohl nicht mehr alles glänzt, glänzen kann, glänzen muss? Können wir bejubeln, dass wir aufgeben dürfen, ständig so zu tun, als wären wir ununterbrochen in den Flitterwochen?

Die Alternativen widersprechen sich teilweise. Und dennoch, und das ist schon ein wenig unheimlich: Wenn Sie es richtig anstellen, könnten Sie aus jeder Botschaft Nutzen für ihr Gemeinschaftsunternehmen ziehen. Zugegeben etwas plakativ formuliert: Kupferne Hochzeit feiern, aber richtig, stärkt die eheliche Beziehung. Und das ist auch notwendig. Schon für den Fall, dass sie an diesem siebenten Hochzeitstag klassische zeitgenössische Kunst geschenkt bekommen. Mit Kupferanteil. Vom Künstler selbst.

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herz 8. Hochzeitstag - Blecherne Hochzeit

Würden Sie jemanden verstehen, der Ihnen erzählt, er feiert demnächst seine Blecherne Hochzeit? Nach akzeptablen Stoffen wie (weicher) Baumwolle, (feinem) Leder, (zarter) Seide, (edlem) Holz, (biegsamen) Zinn und (anfangs glänzenden) Kupfer konfrontiert uns das Brauchtum nun mit schnödem Blech. Wüssten wir es nicht besser, könnte man meinen, die feierliche Würdigung von Hochzeitstagen habe damit ihre besten Zeiten hinter sich. Aber da winken ja noch Silber, Gold und Diamanten…! Begeben wir uns also auf wohlwollende Spurensuche und unterstellen wie immer eine verborgene Weisheit, gut versteckt durch den Volksmund, der einen tieferen Sinn gerade ausschließt, denken wir nur an die Redensart, „Blech zu reden“.

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort „Blech“ hören? Möglicherweise doch an den berühmten Blechnapf. Unschön, verbogen, einfach. Aber bitte, er erfüllt seinen Zweck. In mancher Strafanstalt auf dieser Welt ist er Reichtum pur. Wird er geklaut, hat man nichts zu essen. Und jetzt mal schnell wieder gedanklich raus aus dem Gefängnis, ganz allgemein: Wenn es mir um etwas Wichtiges, Wesentliches geht, brauche ich kein Glitzern, keinen Tand. Besser gutes Essen im Blechnapf als Unappetitliches aus feinster Porzellanschüssel. Und besser Blechnapf als kein Blechnapf.

Möglicherweise sind an Ihrer Frau die drei Schwangerschaften nicht ganz spurlos vorbeigegangen. Und die einstige Unbeschwertheit blitzt nur noch manchmal auf, wahrscheinlich ein (erklärbares) Opfer der Belastung, vollzeitlich zu arbeiten und dabei drei Kinder groß zu ziehen. Und weiter: Möglicherweise hat die Liebe Ihres Mannes zu einem kühlen Pils am Feierabend in all den acht Jahren den Bauch stattlicher werden lassen. Und die Krankheit, die ihn schon lange zum Kürzertreten zwingt, hatten Sie nicht auf dem Zettel.

Was heißen soll: Das Konzept vom Vorjahr, nur lange genug zu putzen, um die Oberfläche wieder glänzen zu lassen (7. Hochzeitstag: Kupferne Hochzeit) ist fraglos mehr rührend als realistisch. In einer so langen Zeitspanne hat sich zwangsläufig vieles (und nicht nur Aussehen und Figur) verändert, bildeten sich Routinen und Gewohnheiten heraus, ließen wiederholende Erfahrungen ganz notwendigerweise den prickelnden Reiz des Neuen verblassen, wurden möglicherweise auch Ent-täuschungen zu geprüften Gewissheiten.

Die Blechnapf-Analogie ist zugegebenermaßen etwas drastisch. Aber sie hilft, die Bewahrung der Substanz zu würdigen und nicht als Selbstverständlichkeit zu diffamieren. Und sie hilft, sich glücklich fühlen zu können, wenn nach wie vor Liebe, Respekt und Vertrauen den ehelichen Alltag bestimmen, nun vielleicht eben mit Bauch, Krampfaderansätzen und gesetzten Bundesliga-Fernsehzeiten.

Sie brauchen trotzdem am achten Hochzeitstag nicht mit gutem Sekt aus Blechkelchen anstoßen. Sie wissen ja auch so, dass er schmecken würde. (s.o.)…

 

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herz 9. Hochzeitstag - Keramik Hochzeit

Erinnerungen an den Polterabend werden wach, wenn am neunten Hochzeitstag von Keramik- oder auch Glashochzeit die Rede ist (u.a.). Heißt das: Zurück zu den Anfängen? Oder eher: Vorsicht, zerbrechlich?

Es gäbe noch eine andere Deutung:

Geschirr und Glas sind oft eher langlebige Begleiter unseres Lebens. Wenn eine Tasse fehlt, wird nicht gleich das ganze Service ersetzt. Manche Vase steht gefühlte hundert Jahre in der Vitrine, mit Riss, nicht mehr zu gebrauchen, doch für sie gilt schon Artenschutz. Aber irgendwann im Leben werden Nostalgie, Gewöhnung und Investitionsmangel zum Hindernis, ist die Fähigkeit gefragt, sich zu lösen. In der Küche von zusammengestückelten Frühstücksgedecken oder angeschlagenen Weingläsern zu lösen. Oder in der Ehe von erstarrten Routinen und Bequemlichkeiten, die mit dem Preis von Langeweile bezahlt werden. Jede Ehe braucht ab und zu frischen Wind, Neues, Veränderungen und nicht nur Fortsetzung morgen, was schon gestern nichts mehr taugte.

Eine Interpretation der Keramik-Hochzeit, die für sich spricht, meinen Sie nicht auch? Verbürgt ist sie nicht, aber was macht das schon – keiner weiß schließlich so genau, was in grauer Vorzeit wirklich gemeint war.

Deshalb mein Vorschlag:

Laden Sie liebe Gäste zum 9. Hochzeitstag ein, samt obiger Deutung seines Namens auf der Einladungskarte. Mit ein wenig Glück wird der Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und Sie werden mit Gläsern, Tellern und Tassen reich beschenkt. Und genau dann sind Sie in dieser Hinsicht schon mal gut gerüstet – für die Rosenhochzeit im kommenden Jahr.

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herz 10. Hochzeitstag - Rosen Hochzeit

Der erste „runde“ Hochzeitstag! Der wird belohnt - mit 10 schönen langstieligen Rosen, einer ausgelassenen Gästeschaar und einer glasklaren Symbolik. Sie feiern eine Beziehung, die rosenblütengleiche Schönheit in das Leben gebracht hat. Aber so, wie jede Sache zwei Seiten hat und eben eine Rose nicht ohne Dornen zu haben ist, hat die Ehe in den zehn vergangenen Jahren auch Auseinandersetzungen, Konflikte, Wunden, die vielleicht noch nicht einmal verheilt sein oder gar handfeste Beziehungskrisen hervorgebracht. Wenn Sie dennoch feiern, dann also auch die Stärke ihre Ehe, mit diesen Widrigkeiten fertig geworden zu sein.

Aber was ist, wenn das Timing nicht ganz geklappt hat und die letzten Eheprobleme nicht pünktlich am Abend vor der Rosenhochzeit gelöst werden konnten? Anders gefragt: Was ist, wenn es bei Ihnen ganz normal läuft?

In unserem Kulturkreis dominiert eine Sicht, Probleme und Konflikte nur als Hindernisse zu sehen, Störungen, die beseitigt werden müssen, um wieder „richtig“ leben zu können. Keine Frage, das sind sie auch. Aber nicht nur. Viele Konflikte sind bekanntermaßen auch Entwicklungschancen, zeigen an, was nicht geht, was anders oder besser gemacht werden muss. Echte Widersprüche (wohl zu trennen vom Widersinnigkeiten) sind Teil unseres Lebens. Und wenn man über sein Leben redet und nachdenkt, so auch über sein Eheleben, dann hat man nur das halbe Leben im Blick, wenn man die Probleme und Konflikte ausspart und sich an Gefühle von Enttäuschung und Traurigkeit nicht mehr erinnert, weil sie einem die gute Stimmung verderben.

Ist es denn nicht auch beachtenswert, wichtig und gut, wenn man Probleme identifiziert hat, obwohl sie damit noch nicht gelöst sind? Wenn man Erfahrungen gesammelt hat, wie man sich zukünftig in schwierigen Situationen verhält, damit es gar nicht erst zum großen Krach kommt? Kann man nicht auch zufrieden sein, wenn man endlich Grenzen akzeptiert hat, obwohl jene nie erwünscht oder gewollt waren – einfach, weil dann ein Aufbruch der Ehe in diesen Grenzen versucht werden kann?

Die Rosenhochzeit (und eigentlich natürlich nicht nur sie) gibt auch Anlass, darüber nachzudenken, was man feiert, wie, warum und was mit wem. Sie ist kein hinreichender Grund zur Selbstverleugnung, kein Dompteur, der zur heiteren Problemlosigkeit unter Ausschluss von Nachdenklichkeit und wichtigen, auch schmerzlichen Erinnerungen zwingt.

Feiern Sie ausgelassen mit Ihrem Partner und Ihren Gästen. Und plaudern Sie da bloß nicht aus der Kiste! Aber reduzieren Sie bitte nicht die Rosenhochzeit auf das gesellige Zusammensein. Ihrer Ehe zuliebe.

 

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herz 11. Hochzeitstag - Stahl Hochzeit, Stählerne Hochzeit

Nach 11 Jahren sollte (oder könnte?) die Beziehung so fest und unangreifbar sein wie Stahl. Aber alles ist relativ: Stahl kann bei hohen Temperaturen oder Druck verformt oder gar flüssig werden, zieht man ihn, kann er anfangen zu fließen..! Für alle, die es nur wollen, ergeben sich damit gute Chancen, den Zustand ihrer Ehe mit der Weisheit des Brauchtums absegnen zu können. Es ist für Jeden etwas dabei.

Dennoch, kein Grund zum Spötteln: Waren damals schon 11 Jahre ein bemerkenswerter Zeitraum, der für eine stabile Ehe spricht, so gewinnt die Symbolik der Stählernen Hochzeit heute sogar eine zugespitze Bedeutung. Viele Ehen werden vorher geschieden. 1900 betrug die Scheidungsrate noch 1,9 %. Im Jahr 2010 waren es knapp 50%. In den letzten 15 Jahren (bis 2011) hat sich die Scheidungsrate verdoppelt. Laut Statistischem Bundesamt lag für das Jahr 2002 das höchste Scheidungsrisiko zwischen dem dritten und sechsten Ehejahr.

Dahinter verbergen sich eine Reihe neuer Bedingungen. Dazu zählen die beruflichen Belastungen, denen zumeist beide Partner ausgesetzt sind, unrealistische Erwartungen an den Partner und die Ehe, Defizite in der sozialen Kompetenz (Beziehungsfähigkeit), aber auch ein neues Verständnis von Selbstbestimmtheit und schließlich auch die Tatsache, dass Kinder immer weniger ein Grund sind, sich nicht scheiden zu lassen.

Nun ist das ja alles keineswegs nur negativ, verstecken sich hinter diesen scheidungsfördernden Einflüssen auch (u.a.) ein Stück Freiheitszuwachs und Emanzipation. Aber umso mehr gilt demzufolge, dass eine Ehe, die ihren Namen verdient, ziemlich stabil und krisenfest sein muss, wenn sie 11 Jahre gehalten hat.

Das spricht nicht nur für Widerstandsfähigkeit gegenüber beziehungsgefährdenden Bedingungen. Sondern vor allem für gute emotionale wie rationale Gründe, die Ehe als beste und schönste Form ihres Lebensweges zu erfahren.

Auf, dass dies so bleiben möge! Womit es jetzt keine Schwierigkeiten mehr mit der Wahl eines passenden Trinkspruchs geben dürfte…

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herz 12. Hochzeitstag - Nickel Hochzeit

Der Brauch ist nicht eindeutig: Es gibt auch die Möglichkeit, den Tag als „Petersilienhochzeit“ zu begehen, zuweilen wird die eine oder andere Variante auch nach zwölfeinhalb Jahren gefeiert. Bei der Petersilienhochzeit kocht die Gästeschaar unter Verwendung der mitgebrachten Petersilie, was möglicherweise nur scheinbar einfacher ist als die Entscheidung für ein kleines Geschenk..! Als Gäste sollte auch jene eingeladen werden, die schon bei der Hochzeit dabei waren.

Wir bleiben bei Nickel, weil die eigentliche Botschaft hier noch deutlicher zum Tragen kommt: Gefeiert wird die halbe Wegstrecke zur Silberhochzeit, dem Jubiläumsklassiker unter den Hochzeitstagen, weil für viele „Betroffenen“ (im Prinzip) erreichbar. Für die Korrekten unter uns ist dann natürlich die Feier nach 12,5 Jahren Pflicht. Der Bogen von der Hochzeit bis zur Silberhochzeit wird auch durch das Metall symbolisiert: Nickel, gut gereinigt und geputzt, glänzt schon ein wenig wie Silber. Also eine Symbiose zwischen Schulterklopfen zum erreichten Glanz und Vorgabe, nicht nachzulassen.

Es ist schon interessant, dass die einzelnen Bedeutungen der Hochzeitstage noch einmal durch zeitlich definierte Ordnungen gruppiert werden (siehe auch das rational nicht erschließbare Argument, dass „runde“ Hochzeitstage“ wichtiger seien – zumindest wird ja in der Praxis danach gehandelt).

Menschen strukturieren Informationen, um sich orientieren zu können. Rituale und Bräuche helfen dabei, liefern Halte- und Höhepunkte, deren Funktion psychologisch gesehen auch immer darin besteht, Sicherheit zu stiften. Dazu gehören auch die „mitgelieferten“ Vorschläge, wie man sich verhalten soll und worüber man denken „soll“. Es steht gewissermaßen außer Frage, was zu tun ist – zusätzlich zementiert und begründet dadurch, dass schon frühere Generationen es taten und man heute eine breit anerkannte, wenngleich ungeschriebene Norm erfüllen kann, allein schon, wenn man seinen Hochzeitstag irgendwie „begeht“.

Und wenn es nun so viele Hochzeitstage, obwohl selbst schon Hervorhebungen aus dem Alltagsstrom, gibt, wird eben die zeitliche Dimension genutzt, um zwischen „wichtigen“ und „besonders wichtigen“ Hochzeitstagen zu unterscheiden. Durchaus mit Verhaltenskonsequenzen: Wenn Sie ihren 24. Hochzeitstag gar nicht oder nur andeutungsweise feiern, dann eventuell auch mit dem Verweis auf die große Feier ein Jahr später. Möglicherweise wird Ihnen sogar verziehen, wenn Sie ihn „mal“ vergessen haben. Bei der Silberhochzeit undenkbar.

Bleibt zu wünschen, dass Sie nicht die Nickelhochzeit vergessen haben. Das wäre nämlich schon die halbe Katastrophe…

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herz 13. Hochzeitstag - Kristallhochzeit

Reines Kristall: wertvoll, transparent, stabil und zerbrechlich zugleich. Eine treffende symbolhafte Umschreibung einer guten Ehe nach 13 Jahren.

Manchmal verliert sich mit den Jahren der Blick für das Grandiose einer liebevollen Ehe. Aber die erlebte Selbstverständlichkeit des Zusammenlebens, von beiden Partnern auch nach so langer Zeit aus vollem Herzen bejaht, ist alles andere als selbstverständlich. Da muss schon viel zusammenkommen: Liebe und nicht einfach bloße Sympathie, viel Verständnis, Toleranz und Einfühlungsvermögen sowie die Fähigkeit zu Kompromissen sind einige der wohl notwendigen Dinge für den Bestand einer Ehe. Ausreichend sind sie nicht, denn auch die Lebenssituationen, die man ja keineswegs immer im Griff hat, müssen das Ihrige beitragen. Eine Ehe braucht ganz schlicht die Möglichkeiten, gemeinsam zu leben, zu planen, zu handeln, braucht Bewährungs- und Entwicklungsfreiräume.

Und an vielen Punkten braucht es auch eine Menge jener Zufälle, die man im Nachhinein als unverschämtes Glück bezeichnen kann. Die Versetzung der hübschen Postbotin in einen anderen Zustellbezirk noch vor der Hochzeit, die unerwartete und damals als Katastrophe empfundene Ablehnung des fünfjährigen Berufseinsatzes in China in einer Zeit, in der es ziemlich kriselte oder die schlichte Bitte des kleinen Nachbarjungen im Aufzug, statt zu streiten ihm gemeinsam bei den Hausaufgaben zu helfen – wer weiß schon, wie sich die Dinge sonst entwickelt hätten?

Es gibt im Leben nichts Wertvolleres als gute menschliche Beziehungen. Und es ist schon bemerkenswert, dass in die Symbolik der Kristallhochzeit auch jene Bedingung eingeht, von der Beziehungen Niveau und Beständigkeit erhalten: Transparenz (Offenheit) als Grundlage von Vertrauen.

Natürlich geht man nicht erst dann sorgsam und bewusst mit dem wertvollen Gut „Ehe“ um, wenn uns die Kristallhochzeit mit der Nase drauf stößt. Aber wenn dieser Tag dazu beiträgt, mit Stolz, Zufriedenheit im besten Sinne und in gewisser Weise auch mit Ehrfurcht auf das gemeinsam geschaffene Unikat anzustoßen – dann haben auch die neuen Kristallgläser ihren wirklichen Zweck erfüllt…

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herz 14. Hochzeitstag - Elfenbein Hochzeit

Was für Assoziationen verbinden Sie mit Elfenbein? Vielleicht edel, exklusiv? Äußerst fest und belastungsfähig? Wertvoll? Wenn Sie sich umgekehrt gefragt hätten, welche Gedanken Sie mit einem 14. Hochzeitstag verbinden: wären Sie indirekt beim Elfenbein gelandet?

Nun, jede Analogie hat ihre (deutlichen) Grenzen. Aber neben schon bekannten und ja nicht nur für genau 14 Jahre Ehe geltenden Gemeinsamkeiten (fest, stabil, widerstandsfähig) könnte man sich ja mal anregen lassen, über das Wertvolle einer (Ihrer) Ehe nachzudenken.

Ein Zugang läge darin, dass viele Menschen die Ehe als etwas unvergleichbar Wichtiges einschätzen. Für sie ist allein der Gedanke, die Ehe könnte zerbrechen, eine Katastrophe. Dies ist so selbstverständlich, dass man schon eine gehörige Portion Mut aufbringen muss, um im ganz konkreten Fall zu fragen: warum eigentlich? Vielleicht haben Sie ja die Traute und belohnen sich damit, dass jede Antwort auf diese Frage als Liebesbeweis der anderen Art gelten kann.

Ein anderer Zugang wäre, nach den „Vorteilen“ oder dem „Nutzen“ einer Ehe im Vergleich zu Alternativen zu fahnden. Das klingt nun für viele Ohren wie eine Entweihung, wo es doch hier immer (na ja, zumeist) auch um die Liebe geht. Ist es aber nicht, denn man kann ja – nicht schön und poetisch, sondern schnöde, aber in der Sache zutreffend – davon sprechen, dass die Ehe u.a. einen emotionalen Nutzen verspricht: Glücksgefühle, Freude, Zufriedenheit, Geborgenheit oder auch das Gefühl, geachtet und akzeptiert zu werden.

Und da ungeachtet der engen Zusammenhänge Ehe (bzw. Partnerschaft) und Liebe nicht identische Dinge sind, lässt sich ein weiterer „Vorteil“ ausmachen: Menschen, die in einer ehelichen oder eheähnlichen Beziehung leben, sind im Durchschnitt gesünder und leben länger als Singles. Woran kann das liegen?

Um unsere psychischen Grundbedürfnisse befriedigen zu können, ist eine ständige Vielfalt von Kontakten, Kommunikation, Beziehungsbildung und Bestätigung erforderlich. Das Leben im Rahmen einer Ehe, einer Partnerschaft oder natürlich auch eines Netzes intensiver und belastbarer Freundschaften kommt einfach unserer sozialen Natur mehr entgegen. Ein Leben wider dieser Natur hingegen geht mit gesundheitlichen Gefährdungen einher.

Diese Art von „Wert“ einer Ehe / Partnerschaft ist keine Garantie, sondern Potenzial. Ehe kann bekanntlich Himmel, aber auch Hölle sein. Nur, wenn Liebe, Respekt und Akzeptanz des Anderen die Grundlage der kleinen Gemeinschaft bildet, können wir das wertvolle Gut einer Ehe auch in vollen Zügen genießen.

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herz 15. Hochzeitstag - Gläserne Hochzeit

Für den wohlmeinenden Liebhaber von Bräuchen und Traditionen liegt die Symbolik sicher auf der Hand: Wie das Glas so rein und klar ist eine liebevolle Beziehung zwischen zwei Menschen nach 15 Jahren. Man kennt sich im Detail. Es gibt keine Geheimnisse mit Sprengstoffpotenzial. Ehrlichkeit, wenn etwas falsch gelaufen ist, statt Verstecken hinter fadenscheinigen Ausreden. Direktheit statt nebulöse Andeutungen, Wahrheit statt Lüge….

Nun, so sieht die „Kann-Bestimmung“ aus. Die Realität kennt meistens Abweichungen von diesen lichten Kriterien. Sollten wir deshalb lieber den 15. Hochzeitstag nicht feiern oder wenigstens verschämt seine Symbolik nicht erwähnen?

Die Antwort nach einem kleinen Umweg:

Wenn man das Brauchtum der Hochzeitstage aus heutiger Sicht tatsächlich ernsthaft nutzen will (und eine Ehe ist ja wohl ernst zu nehmende Angelegenheit), dann sieht man deren Sinn sicher weniger daran, entsprechenden Formen zu huldigen (z.B. Kristallgeschenke zur Kristallhochzeit, Einwickelpapier zur papiernen Hochzeit u.s.w.). Es steht auch nicht die Aufgabe, zwanghaft zu versuchen, die Symbolik zum Maßstab der Bewertung der eigenen Ehe hochzustilisieren. Das verbietet allein der historische Hintergrund: Die Ehe hatte, um nur einige Aspekte zu nennen, früher stärkere ökonomische Funktionen, wurde auf Lebenszeit geschlossen, spiegelte auf ihre Weise auch die mangelnde Gleichberechtigung der Frau wider – es ist deshalb z.B. kein Wunder, dass die „Festigkeit“ der Beziehung den etwas einseitigen Hintergrund vieler Namen von Hochzeitstagen bildet.

Nein, sinnvoll scheint eher, sich von der Symbolik anregen zu lassen, über die eigene Ehe in lustiger, besinnlicher oder auch nachdenklicher Weise zu reflektieren. Man umgeht dabei auch elegant das Komfortproblem, ob nun die eine oder andere Symboldeutung auch wirklich so „gemeint“ war.

Zurück zu Ausgangsfrage: Mögliche Widersprüche zwischen der Realität ihrer Ehe und der vom gläsernen Hochzeitstag „geforderten“ Reinheit und Klarheit einer 15-jähigen Beziehung sind natürlich kein Grund für eine no-name-Party. Wenn Sie es schaffen, um nur eine Thematik herauszuheben, über Ehrlichkeit und vielleicht auch über Hindernisse und wiedergewonnene Ehrlichkeit in ihrer Ehe zu reden – und das muss selbstverständlich nicht unbedingt am Datum ihres Hochzeitstages festgemacht werden – dann (u.a.) sind Sie nicht Opfer, sondern Nutzer eines alten Brauchtums.

Über die Dinge reden und reflektieren ist noch nicht mal die halbe Miete. Aber Ehen, in denen nicht über die Ehe geredet wird, haben in der Regel besonders schlechte Karten.

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herz 16. Hochzeitstag - Saphir Hochzeit

Auch ungeachtet der aktuell niedrigen mittleren Verweildauer im ehelichen Hafen sind 16 Jahre des Zusammenlebens zweier Menschen eine lange, bedeutungsträchtige Zeit. Da wundert es nicht, wenn der Saphir, der zweithärteste Edelstein nach dem Diamant, den Namen des 16. Hochzeitstages ziert. Er ist zudem einer der teuersten oder, in diesem Zusammenhang salonfähiger ausgedrückt, der wertvollsten Edelsteine.

Alle Chancen also, dass „Mann“ sich in Unkosten stürzt. Falls Absicht und Geldbeutel zusagen, sollte es bitte ein blauer Saphir sein, der kostbarste Vertreter im Vergleich zu den grünen, gelben oder orangenen Varianten. Falls es beim zweiten Nachzählen der Cent-Stücke „nur“ zu einem farblosen Saphir reichen würde (auch den gibt es), spricht einige Lebenserfahrung dafür, dann doch lieber auf dunkelrote Rosen auszuweichen…

Die Saphirhochzeit macht es willigen Traditionsbewahrern unter uns nicht leicht. So wird sie am 16. Hochzeitstag, in einigen Regionen aber erst am 45. oder sogar 55. Hochzeitstag begangen. Eine gute Nachricht für manchen Mann, weil sich die Ansparzeit verlängern ließe. Vielleicht aber auch eine schlechte Nachricht, falls die Gattin der Meinung nachhängt, sicherheitshalber dreimal die Saphirhochzeit feiern zu wollen.

Zudem bleibt die eigentliche Bedeutung unscharf. „Festigkeit“ und „wertvoll“ sind allgemeine Botschaften, die durch Bezeichnungen vieler Hochzeitstage nahegelegt werden.

Möglicherweise erschließt sich aber eine spezielle Bedeutung aus einer dem Saphir esoterisch zugeschriebenen Wirkung auf Geist und Seele. Danach fördert das Berühren des Edelsteins Klarheit, Harmonie und Weisheit.

Aber ganz eindeutig ist das Ganze dann immer noch nicht. Spitzfindige, die leider schon immer bar jeder Romantik waren, könnten fragen: Braucht man nun Weisheit, um es auf 16 Ehejahre zu bringen? Oder ist man nach 16 Ehejahren weise geworden?

Falls Sie nun unerwartet von Ungewissheit gequält werden, weist eigentlich nur ein Weg in die richtige Richtung: Dann doch jetzt schon den blauen Saphir schenken und anschließend nicht nur den Anderen, sondern auch den Edelstein ganz fest drücken. Wir bieten Ihnen an, das Ergebnis hier zu veröffentlichen!

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herz 17. Hochzeitstag - Orchideen Hochzeit

Wer Blumen mag, ist dankbar dafür, dass er die wunderschöne und prachtvolle Blüte der Orchidee für lange Zeit genießen kann.

Wie glücklich können jene Menschen sein, deren Ehe einer Orchidee gleicht?

Die Orchideen-Hochzeit lenkt den Blick auf das Schöne der Ehe. Sicher, das ist keine Idee, auf die man 17 Jahre lang warten muss. Aber manche Einflüsse lassen zuweilen das scheinbar Selbstverständliche in den Hintergrund treten.

Da ist allein Lösungsdruck ganz irdischer Lebensanforderungen - die Überwindung erster Anpassungsprobleme im nun gemeinsamen Alltag, das Freischwimmen im Beruf, das Finden der Balance zwischen Beruf, Freizeit und Familie, das Aufziehen und Unterstützen der Kinder (einschließlich des Aushaltens von Eskapaden pubertierender Systeme), vielleicht sogar auch die Nachbearbeitung des verflixten 7. Jahres und anderes mehr. Das alles sind normale Inhalte eines Ehelebens, die neben Freude, Genugtuung und Zufriedenheit auch immer belastend wirken und, wenn es nicht günstig läuft, dazu führen, dass man am Abend froh ist, Dinge erledigt und seine Leistung abgeliefert, funktioniert zu haben. Ganz schnell ist man dann auf einer schiefen Ebene, wo es beginnt, dass die Ehe auf die Funktion, besonderer sozialer Rahmen zur Lösung erklärter Aufgaben zu sein, reduziert wird. Die Bewertung, ja sogar das Wohlfühlen in der Ehe ist fast ausschließlich an Effizienz und Leistung gebunden. Und da sich der Typ wichtiger Anforderungen nicht ständig ändert, schleicht sich später der sogenannte alte Trott ein, oft eine Ausschlussgarantie für Überraschungen und blind für neue Reize. Routinen sind dann gut genug, einen Ehezustand zu zementieren, mit dem man möglicherweise deshalb zufrieden ist, weil im Wesentlichen nichts Negatives passiert…

Das alles ist überhaupt nicht zwangsläufig. Aber es ist eben auch nicht die absolute Ausnahme des Weges, den manche Ehe einschlägt. Die leisen Töne, das Empfinden des Glücks, mit dem geliebten Partner das Leben teilen zu dürfen, die emotionale Würdigung von Verständnis, Unterstützung und Schutz durch den Anderen bleiben dann die Opfer auf dem Altar der Alltagsbelastung. Am Anfang noch unter selbstverständlich laufend – als Grund, sich diese Reflexionen sparen zu können - nehmen später tatsächlich die Gründe ab, sich geliebt und geborgen zu fühlen.

Die Orchideenhochzeit liegt in einer Lebensphase, wo die Kinder „aus dem Gröbsten“ schon lange raus sind und langsam ihre eigenen Wege einschlagen. Einige der großen Kämpfe im Berufsleben sind in der Regel geführt. Wenn es gerecht zugegangen ist, sind auch die Zeiten der finanziellen Beinahe-Katastrophen vorbei.

Es beginnt langsam eine neue Zeit zu Zweit. Mit neuen Möglichkeiten, die Beziehung zu genießen und sie nicht nur als ziemlich praktische und vernünftige Lebensform zu nutzen.

Können Sie gleich mal mit anfangen. Auf der Feier zur Orchideenhochzeit. Mit einem Statement. Warum Sie ihren Partner (meinetwegen: immer noch) lieben. Ohne Ausflüchte, dies doch alles schon mal vor 17 Jahren wohl formuliert zu haben…!

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herz 18. Hochzeitstag - Türkis Hochzeit

Türkis steht gleichermaßen für die schöne, klare blau-grüne Farbe als auch für den schon im Altertum als Schmuck benutzten Stein. Ihm werden magische Kräfte zu geschrieben. Ein Türkis soll danach helfen, das Böse fernzuhalten, mithin natürlich damit auch die bösen Zauberer, die uns vom rechten Wege abbringen könnten oder einfach nur ihre narzistische Freude daran haben, uns gegen unseren Willen zu dirigieren.

Winken Sie bitte nicht ab! Sie brauchen nicht ihr Weltbild des 21. Jahrhunderts gegen gepflegte Esoterik eintauschen, um die Türkishochzeit feiern zu können. Es reicht doch völlig, wenn Sie den Tag als Einladung verstehen, sich bewusst zu machen, dass sie mit ihrer Ehe auch deren Widerstandskräfte feiern sollten.

Wenn Sie Ihren Computer ohne Anti-Virenprogramm einschalten, brauchen Sie ihn nach kurzer Zeit nicht mehr selbst ausschalten. Genau so ist es in der Ehe. Sie hat nur Bestand, wenn sie sich verteidigen kann.

Da sind äußere Einflüsse, die als Bedrohung der Beziehung wirken. Mal abgesehen von den eher seltenen Fällen, in denen Schaden durch Zerstörung der Beziehung angerichtet werden soll: oft sind es eben Lebensumstände, die einer Ehe schon auf mittelfristige Sicht gefährden können. Wochenendehen aus beruflichen Gründen beispielsweise oder permanenter finanzieller Notstand; Schwiegermütter, die nicht loslassen wollen oder auch Krankheiten, deren einschränkende Wirkungen die Ehe auf eine harte Probe stellen.

Manchmal will es der Zufall, dass die Angriffe „von außen“ nahezu ausbleiben. Mit Sicherheit gilt das aber nicht für Angriffe „von innen“. Leben ist lebensgefährlich, sagt man (scherzhaft). Eheleben ist auch Leben. Jede Ehe führt notwendigerweise zu Wirkungen, die sie gefährden können.

Allein schon die Mehrdeutigkeit unserer Kommunikation lässt Missverständnisse nicht vermeiden. Und Missverständnisse sind dann vielfach eine Prüfung unserer Toleranz, unseres Bemühens, es nicht zum Streit kommen zu lassen oder der Überzeugung, dass so, wie man es verstanden hat, der geliebter Partner einfach nicht gemeint haben kann…

Jede Ehe schafft sich ihre Routinen. Sie vereinfachen, entlasten, aber sie gefährden auch, weil sie Neuem im Wege stehen können.

Jede Ehe führt zu Fehlern im Umgang mit dem Partner und damit auch zu Möglichkeiten, durch Verschweigen, Schuldzuweisungen oder die Unfähigkeit, Entschuldigungen zu akzeptieren, zu „atmosphärischen“ Problemen, die eine Ehe in den Grundfesten erschüttern können, je länger sie schwelen.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

Sie dürfen also zu Recht auf der Feier zur Türkis – Hochzeit auch einmal auf die Widerstandskraft Ihrer Ehe anstoßen! Und: Kümmern Sie sich nicht nur – um im Bilde zu bleiben - um das neuste Virenschutzprogramm, sondern auch um die Updates, die das eheliche Immunsystem auf dem Laufenden halten.

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herz 19. Hochzeitstag - Perlmutt Hochzeit

Wenn man 19 Jahre verheiratet ist, kann sich schon mal der Gedanke melden, mit Hinweis auf den „Runden“ im nächsten Jahr ein Schongang einzulegen. Nun hängt glücklicherweise das Glück der Ehe nicht davon ob, ob jeder Hochzeitstag normgerecht befeiert wird. Trotzdem wäre es schade. Auch, wenn man viel zu tun hat, der Maler im und die Kinder gerade aus dem Haus sind und eigentlich gerade weder so richtig Zeit noch gesundheitliche Kraft da sind, diesen 19. Hochzeitstag zu begehen: feiern Sie eben zu zweit, aber feiern Sie! Geben Sie der Feier ihr unverwechselbares Gesicht und ignorieren Sie dazu, wenn nötig, auch den deutschen (mindestens) Mainstream, der Feiern gesetzmäßig mit Nahrungsaufnahme im Überfluss, Lautstärke, Überlänge und Vorbereitungsaufwand verbindet. Fangen Sie den Schlendrian gar nicht erst an: „Wir schenken uns nichts mehr, was soll das“ (wir sind erwachsen) könnte das Nächste sein, gefolgt vom Studium des Fernsehprogramms in einer lauschigen Sommernacht…!

Vielleicht liefert Ihnen ja auch die Symbolik der Perlmutt – Hochzeit Entscheidungshilfe.

Zwei Bezüge lassen sich herstellen. Zum einen wird diesem schönen Biomineral eine Heilwirkung unterstellt, die auch vor einigen Hormonen nicht Halt macht. Falls Ihnen, aus welchen Gründen auch immer, naheliegende Assoziationen nicht in den Kram passen, gäbe es auch noch eine Alternative:

Abhängig vom Winkel des Lichteinfalls verändert Perlmutt seine Farbe. Was will uns das Brauchtum also (vielleicht) sagen, wenn es den 19. Hochzeitstag als Perlmutt - Hochzeit ausruft? Nun, dass wir eine in all den Jahren gereifte Beziehung feiern, deren Wert und Schönheit viele Facetten kennt.

Was für eine Steilvorlage für geistreiche Toasts (vielleicht laden Sie ja jetzt doch ein paar Gäste ein?)! Aber auch, wenn nun die Absagen schon im Briefkasten liegen: Es macht Sinn, es tut unglaublich gut, zu Zweit dem Gedanken nachzuhängen, dass diese „funktionierende Vielfalt in der Einheit“ nicht lediglich bewahrt, sondern vor allem von Ihnen geschaffen wurde! Sie ist die Quelle Ihres ehelichen Reichtums. Wenn Sie zusammenhalten, schafft es keine Macht der Welt, sie wirklich arm zu machen – auch, wenn Sie eines Tages nicht mehr ihre Miete bezahlen können.

Wer richtig reich ist, braucht nicht mehr mit teurem Rotwein anstoßen. Aber, natürlich, so richtig schaden kann das auch nicht…Zum Wohl!

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herz 20. Hochzeitstag - Porzellanhochzeit

Porzellan ist wertvoll, altes Porzellan ist oft noch wertvoller, kleine Blessuren werden zumeist großzügig übersehen…! Der Umgang mit Porzellan gebietet Vorsicht und Feingefühl, aber ohne Risiko kann man es nicht nutzen. Das schöne Gedeck in der Vitrine lassen und am besten auch dort nicht einmal Staub wischen, fördert doch nur den Gedanken, wie schön es wäre, es auch mal auf den Kaffeetisch zu stellen, wenngleich dann auch mal eine Tasse auf dem Boden zerschellen kann.

Ein schönes Gleichnis für eine zwanzig Jahre währende Ehe. Rücksicht, Toleranz, Empathie und Verständnis lassen zu, dass Konflikte angesprochen und gelöst werden können, ohne die Beziehung ernsthaft zu gefährden. Ist die „Beziehungsebene“ intakt, können Sie sehr deutlich (nicht verletzend) werden, auch in kritischen Dingen, mit zwei Vorteilen: Sie müssen sich nicht verbiegen, bleiben authentisch, reduzieren Missverständnisse. Und ihre Ehrlichkeit stabilisiert wiederum die Beziehung…

Es gibt einen weit verbreiteten Irrtum, das Vermeiden von Konflikten für leichter als deren Lösung zu halten. Im Einzelfall mag es stimmen. Aber die dem gemäße Strategie, möglichst alle Probleme und Konflikte von der Partnerschaft (und zuweilen auch von den Kindern) fernzuhalten, fördert eine Ehe „ohne Gebrauchswert“. Mit den vielleicht verfügbaren Künsten der Selbstdarstellung kann man sicher das Bild der guten Ehe vor Anderen und durchaus auch vor sich selbst eine Weile schönreden. Wirklich gemeinsam durchs Leben gehen (was ja wohl heißt: sich den Anforderungen und Aufgaben des Lebens gemeinsam zu stellen) gelingt aber zunehmend weniger. Heraus kommt dann (höchstens), um im obigen Bilde zu bleiben, die Ehe für die Vitrine. Bitte nicht berühren, anschauen nur nach Voranmeldung!

Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, ein Generationszeitraum.

Wenn Sie am 20. Hochzeitstag ehrlichen Herzens für die Fortsetzung ihres Gemeinschaftsprojekts sind, können Sie deshalb auch mal so richtig stolz sein. Auf die gemeinsame Bewältigung einer Vielzahl von konflikthaften Situationen. Und auf die gemeinsamen Anstrengungen, deren Scheitern in der Sache nicht zum Grund für das Scheitern ihrer Ehe wurden.

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 herz 21. Hochzeitstag - Opal Hochzeit

Manche Ehemänner mögen diesen Tag mit gemischten Gefühlen entgegensehen: Einerseits schmeichelt natürlich die Analogie zwischen einem kostbaren Edelstein und der eigenen Ehe. Auf der anderen Seite ist eben kostbarer Schmuck auch teuer, zumal es in den vergangenen Jahren bereits viele Möglichkeiten gab (Türkis, Perlmutt u.a.), sich gehörig zu verausgaben.

Was tun? Die nostalgische Erinnerung an die blecherne Hochzeit nützt nichts mehr. Aber es macht auch im fortgeschrittenen Hochzeitsalter Sinn, sich einmal gründlich mit der Perspektive zu beschäftigen. Spätestens in drei Jahren, zur Satinhochzeit, fordert die Möglichkeit eines besonders „passenden“ Geschenks wieder Ihre Entscheidung. Da kann man nur sagen: Schwerpunkte setzen. Oder sich von dem hausgemachten Zwang verabschieden (wenn er denn überhaupt da war), sich zum Sklaven der Namen von Hochzeitstagen zu machen.

Vielleicht kommt Ihnen da ein kritisches Hinterfragen der Hochzeitstags-Symbolik gerade recht. So tief im Volke verwurzelt und so geschichtsträchtig, wie es zuweilen suggeriert wird, ist der Brauch nicht – vor allem: nicht so differenziert.

Gut, der Serienbeginn ist dem Einen oder Anderen zuweilen noch vertraut. In der gewiss nicht immer leichten Phase der Teamfindung haben Hochzeitstage ja auch eine gut erklärbare Funktion, hatten sie zumindest vor 150 bis 200 Jahren. Sie sollten in ritualisierter Form (und unter Ausnutzung von „Gruppendruck“) immer auch dazu beitragen, die Fliehkräfte zu bändigen und die Stabilität der Ehe („Festigkeit“) zu fördern, ehe Erfahrungen, Reife und, wie man neudeutsch formulieren würde: das miteinander erlernte Konfliktlösungsmanagement immer mehr von innen heraus diese Aufgabe übernehmen konnte. Man muss sich ja vor Augen halten, dass Vorerfahrungen mit „Beziehungskisten“, so wie sie heute üblich sind, in der Regel kaum gesammelt werden konnten. Zudem gab es damals eher auch ein handfestes ökonomisches Interesse an einer stabilen Ehe, direkt und auch vermittelt über das Aufziehen der Kinder in der Familie.

Aber dann, wenn die Ehe Laufen gelernt hat? Da feiert Otto Normalverbraucher erstens Hochzeitstag und zweitens irgendwann vielleicht die allseits bekannte silberne, schon seltener die goldene und schon fast außerhalb der Wertung die diamantene Hochzeit. Nicht nur Sie, sondern auch er hat sich wahrscheinlich kaum darauf gefreut, seinen 34. Hochzeitstag als xyz-Hochzeit feiern zu können. Und höchstwahrscheinlich ist ihm noch nicht einmal klar, dass er an seinem 12. Hochzeitstag die Nickelhochzeit begangen hat, ohne es zu wissen…

Die lange Namensliste der Hochzeitstage ist nicht nur eine Abbildung von Traditionen. Sondern mutmaßlich auch von Interessen.

Wir meinen dazu:

Bis auf die klassischen Big Points sind Namen Schall und Rauch, optionale Hochzeits-deko.

Feiern Sie möglichst jedes Jahr Ihren Hochzeitstag, wie er auch heißen mag. Wollen Sie eine unserer Hochzeitstags-Urkunden verschenken, diktiert der Name eben nicht den (kleinen) Preis. Und wenn Sie in der aktuellen Spalte neben Augenzwinkern einen anregenden Gedanken finden, unter welchem (Hochzeitstags-) Namen auch immer, würde es uns freuen.

Von hier aus zurück zum Ausgangskonflikt:

Schenken Sie zur Opalhochzeit, wenn Sie wollen und können, Ihrer Frau einen wertvollen Opal. Das ist wirklich ein wunderschöner Stein. Warum sollte Sie stören, dass in diesem Fall auch die Schmuckindustrie auf ihre Kosten kommt?

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herz 22. Hochzeitstag - Bronze Hochzeit

Wer schon in der Vergangenheit seine Hochzeitstage mit traditionellem Flair umhüllt hat, weiß um eine übergreifende Botschaft: Gefeiert werden soll eine Ehe – als Realität oder Maßstab – die sich gleichermaßen durch Stabilität und Veränderbarkeit auszeichnet.

Auch die Bronze-Hochzeit symbolisiert diesen Zusammenhang. Bronze als relativ weicher, aber haltbarer Stoff steht für die Fusion von „beständig“ und „formbar“. Eine Variante zum gleichen Thema.

Die Wiederkehr der Botschaft spricht für deren Gewicht. Tatsächlich werden „Systembedingungen“ angesprochen, die über Wohl und Wehe jeder Ehe entscheiden.

Fehlt es an Stabilität, zerfällt die Ehe. Anders gesagt, fehlt es letztlich an liebevoller Zuneigung, Vertrauen und Verlässlichkeit, gerät die Ehe zum Missverständnis, oft anzutreffen in Form einer Gewöhnungs- oder Zweckgemeinschaft mit dem Vorteil des Ehegattensplittings, (noch). Kalter Kaffee, oder?

Aber so profan will uns die Volksweisheit nicht abspeisen. Denn jetzt kommt der wichtige Zusatz: Stabilität allein reicht nicht. Damit eine Ehe stabil bleibt, muss sie sich verändern. Eine Ehe muss ihre Lernfähigkeit bewahren, schon, um Erfahrungen, die man nur in der Ehe machen konnte, für die Gestaltung der selbigen nutzen zu können, im weiteren Sinne: um (gewollte und ungewollte) Veränderungen bei den Partnern und indirekt damit auch Veränderungen unserer Lebensumwelt berücksichtigen können.

Klingt jetzt bloß furchtbar hölzern, ist aber zutreffend, wie gerade der Knackpunkt in vielen Ehen beweist. Die einfache Frage lautet: was passiert im Konflikt? Ein Beispiel:

Da lernen sich beispielsweise zwei junge Menschen beim Sport kennen, beide sehr aktiv bei diversen Wettkämpfen beteiligt. Sie heiraten, bekommen Kinder, die Interessen der Frau differenzieren sich, das Interesse am Sport hat rapide abgenommen, nicht zuletzt durch die familiären Aufgaben und Belastungen. Der nun schon gar nicht mehr so junge Mann rennt weiter jeden Sonntag zum Spiel, vernachlässigt vielleicht auch noch seine haushaltlichen Pflichten und versteht nicht den zwischen den Zeilen spürbaren Unmut seiner Frau, wo doch der Sport eine wichtige gemeinsamkeitsstiftende Funktion für ihre Beziehung hatte. So vergehen die Jahre…

Ihr Eindruck? Er war hier vielleicht nicht offen für das Registrieren von Interessen- und Bedürfnisentwicklungen seiner Frau, möglicherweise auch, weil es ihm nicht passte. Und sie wiederum hat möglicherweise den Konflikt nicht klar angesprochen, vielleicht sogar verleugnet, des lieben Friedens willen oder des Friedens der Liebe willen.

Das Resultat: Alles bleibt so wie es war. Scheinbar. Denn die Stabilität bekommt einen Riss an ihrem Fundament. Liebe braucht mindestens Gleichberechtigung, gegenseitige Wertschätzung, Akzeptanz der Rechte des Anderen (auch des Rechts auf Änderung seiner Meinung oder Interessen u.a.), braucht eine Beziehung, für die gilt „Du bist okay – aber ich auch“. Ignoranz gegenüber dem Anderen wie auch Selbstverleugnung und – degradierung kann die Liebe auf Dauer trotz aller Schwüre nicht bewahren. Wohl aber fällige Veränderungen, die das ganze Paket von Sensibilität, Offenheit, Mut zum kritischen (und nicht partnerverletzenden) Ansprechen, gemeinsamer Problemanalyse und Konsequenz einschließen. Aufkleber: Einsichtiges Lernen in Partnerschaftsbeziehungen.

Wenn sie nach 22 langen Ehejahren die Bronze-Hochzeit glücklich feiern, (beide!), dann können Sie zu Recht davon ausgehen, dass Sie dies deshalb tun können, weil sie nicht irgendwann stehen geblieben sind. Und wenn einer der Gäste darum bittet, endlich das Geheimnis zu lüften, wie man es hinbekommt, dass eine Ehe so fest, stabil und widerstandsfähig bleibt? Dann könnten Sie ihm eine Geschichte gelungener Veränderungen erzählen. Wir jedenfalls würden Ihnen zuhören. Herzlichen Glückwunsch!

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herz 23. Hochzeitstag - Titan Hochzeit

Wer 23 Jahre miteinander verheiratet ist - und sich darauf freut, es weiter zu sein - der hat nicht nur einen Sturm im Wasserglas getrotzt. Es geht gar nicht anders: Diese Verbindung hat sich in dieser Zeit in den verschiedensten Anforderungssituationen bewährt.

Sie hat durch die Kinder nicht nur zusätzlichen Halt erfahren, sondern sich zuweilen auch an der Belastungsgrenze aufgehalten. Sie wurde mit Krankheiten konfrontiert, manchmal eine Zerreißprobe. Sie musste sich bei der Pflege der eigenen Eltern bewähren, wurde vielleicht auch schon durch den Verlust lieber Menschen geprüft. Und es ist für eine Ehe auch nicht einfach, die Einflüsse einer Midlife-Crisis ohne größeren Schaden wegzustecken.

Insofern symbolisiert die Titan-Hochzeit zutreffend die innere Kraft und Belastbarkeit Ihrer Ehe. Mehr noch: Sie verspricht genau aus diesem Grund eine gute Prognose, denn: Titan trotzt nicht nur extremen Druck. Es rostet auch nicht.

Nach Klärung der Bedeutungshoheit könnte man nun eigentlich zur (Hochzeits-) Tagesordnung übergehen, vielleicht mit dem Tipp an redegewandte Gratulanten, das Recht auf Stolz zu thematisieren, die Jubilare auch zum Haushalten mit den Kräften aufzurufen oder darauf zu verweisen, dass gebrauchte Belastbarkeit ja gerade nicht für die Dauerpräsenz des Kampfes ums Beziehungsüberleben, sondern vor allem für die beneidenswerte Möglichkeit steht, auch schwierige Probleme relativ normal zu lösen…wenn, ja wenn es da nicht die Verlockung gäbe, einer Deutungsalternative zu folgen.

Titan gehört laut griechischer Mythologie zu einem Göttergeschlecht. Auch wenn die Titan-Hochzeit damit eine Verbindung zwischen Ihrer Ehe und göttlichen Sphären suggeriert – Sie sollten das Angebot nicht annehmen.

Auf die lange Dauer von 23 Ehejahren kann es sich ohnehin nicht beziehen: Über den Göttern ist nichts, ab hier gäbe es also keine Steigerung, aber die nächsten Hochzeitstage sind schon in Sichtweite. Bleibt die Vermutung, dass dem Zusammenhalt einer so lang erprobten Ehe ein nachgerade göttlicher Status verliehen werden sollte. „Echt riesig, eure Ehe“, wäre die Übersetzung in den Slang der Gegenwart. Oder, mit einer wohlgemeinten, aber tückischen Zuspitzung: „…einfach perfekt!“.

Perfekt?

Auch, wenn die Götter jetzt im Nebel verschwunden sind: Lehnen Sie so richtig prinzipiell, mit aller Entschiedenheit ab, Ihre Ehe aus solchen Barbie-Puppen-Blickwinkel zu bewerten, die gute Absicht geschenkt.

Das Wunderbare an einer Ehe ist doch nicht, dass alles so toll ist, man alles so prima geschafft hat und alles so reibungslos abläuft.

Eines der Wunder einer realen Ehe ist doch, dass sie lange Jahre oder gar ein Leben lang wohlgefühlte Heimstatt der Geborgenheit bleiben kann, dass sie funktioniert – obwohl sie auch vom Leben gezeichnet ist. Trotz den Fehlern im Umgang mit dem Partner, trotz der kleinen oder großen Krisen, trotz Verletzungen, Beweisen von Unaufmerksamkeit und nervigen Auseinandersetzungen, trotz Enttäuschungen, die nicht immer auf falsche Erwartungen zurückzuführen sind, trotz Konflikten, die möglicherweise bis heute nur in erster Näherung zugedeckt und nicht gelöst werden konnten, trotz der Dinge, die man verzeihen konnte, also nicht vergessen hat und trotz der Dinge, die man nie verzeihen konnte, auch, wenn man es wollte.

Die irdische Ehe lebt immer auch von tatsächlicher Leistung. Die Realität so zu sehen, wie sie ist, ist eine Leistung. Kräfte bis zum Limit einsetzen, Niederlagen verkraften können, sich nicht entmutigen lassen, nach dem Hinfallen wieder aufstehen können, den Anderen trösten und stützen, obwohl man selbst Trost und Stütze braucht, sich zurücknehmen können bis zur Aufopferung – das sind einige der Leistungen, die eine Ehe bestehen lassen. Anderenfalls scheitert sie, auch wenn sie noch unter gleichem Namen geführt wird.

Streben nach Perfektion kommt in dieser Liste nicht vor, noch freundlich gesagt.

Sie sind also die Akteure und Nutznießer dieses Wunders. Worüber man sich dann auch noch mal wundern, vor allem aber glücklich und ein wenig stolz sein kann.

Wir gratulieren!

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herz 24. Hochzeitstag - Satin Hochzeit

Aufatmen in der Textilbranche. Nach den vollen Auftragsbüchern der Schmuckindustrie nun eine klare Richtungsänderung für die Geschenkauswahl. Die Satin-Hochzeit (oder auch Seidene Hochzeit) lässt durchaus Assoziationen zu feinen Gewändern zu.

Aber Vorsicht: Der Countdown läuft, feine Gewänder brauchen Sie auf alle Fälle im nächsten Jahr. Und da die Silberhochzeit nicht im kleinen Kämmerlein gefeiert wird,

ist der Gedanke an eine eher stille Feier ohne große Gästeschaar nicht von der Hand zu weisen. Was heißen kann: Hier wird die Fähigkeit der Ehegattin, Geschenke zurückzulegen, auf eine harte Probe gestellt…!

Fragen wir nach etwas Wichtigem, nach der Bedeutung der Satin-Hochzeit. Verschiedenen Quellen zufolge ist sie weniger scharf umrissen. Eine Gelegenheit, uns von der naheliegenden Symbolik anregen zu lassen.

Viele Hochzeitstage verweisen direkt auf das Moment der Festigkeit, Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit einer Ehe. Holz, Elfenbein, Saphir u.a. lassen da keine Zweifel aufkommen. Andere betonen die wichtige Vereinbarkeit zwischen Haltbarkeit und Formbarkeit, denken wir zum Beispiel an die Bronzehochzeit.

Dies spricht die Satin- oder Seidenhochzeitauch auch an: Seide (generell und als Rohstoff, aus dem durch eine bestimmte Webart Satin entsteht; auf Satin aus preisgünstigen Synthetikfasern können wir hier getrost verzichten) ist enorm reißfest und zugleich sehr elastisch.

Aber sie fügt, wohlwollend interpretiert, noch eine Nuance hinzu: Will man Seide in ihrer Schönheit nutzen, muss man vorsichtig mit ihr umgehen. Sie ist empfindlich gegenüber hohen Temperaturen (30-Grad Waschgang), grob-mechanischem Einfluss (Abrieb) und Wasserflecken. Setzt man sie zu lange starker Sonneneinstrahlung aus, wird sie blass und vergilbt.

Mit Absicht nur anders formuliert: In vielen Fällen hält die Seide immer noch, aber sie kann ihre Schönheit verlieren, wenn man nicht vorsichtig mit ihr umgeht.

Nun endlich ist der Bezug zur Ehe ebenso offensichtlich wie zutreffend:

Die Länge einer Ehe ist kein Grund für beginnende Nachlässigkeiten oder den „Verzicht“ auf Zuvorkommenheit, Freundlichkeit und ein „Danke“ auch in den Routinen des Alltags. Was sollen denn markige Sprüche der Art, „der erste Lack sei ab“ oder „die Ehe ist eben in die Jahre gekommen“? Hinter dem schlichten Humor sollen solche Beschreibungen oft als Erklärung für nachlassende Liebe und leider manchmal auch für nachlassenden Respekt dienen. Als ob hier ein Naturgesetz tobt, das „im Normalfall“ erbarmungslos zuschlägt – und netterweise hilft, Unvermögen, mangelndes Bemühen, Bequemlichkeit oder Inkonsequenz auszublenden.

Wenn Sie beide heute den 24. Hochzeitstag feiern können, dann sind Sie ein weiterer lebender Beweis dafür, dass sich Liebe mit den Jahren zwangsläufig ändert, aber sich nicht zwangsläufig auf Raten verabschiedet.

Danke sagen nicht zuletzt jene, denen (auch) Ihre Ehe Mut macht, es weiter miteinander zu versuchen.

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